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CONTAINER TERMINAL TOLLERORT WÄCHST

Im Rahmen des Terminal-Ausbauprogramms wurde das Betriebsgelände des Containerterminal Tollerort (CTT) um folgende Hochbauten erweitert: Betriebsgebäude, Van-Carrier-Werkstatt mit Tankstelle, Parkhaus, Fußgängerbrücke, Gate und Nebenanlagen. Der erste Spatenstich wurde im Februar 2008 gesetzt. Knapp zehn Monate später, am 19. November feierte CTT mit rund 250 geladenen Gästen das Richtfest. Geplant und koordiniert wurde das Bauvorhaben von HHLA Immobilien und der Zwischenholding HHLA CT. In der ersten Etage des Betriebsgebäudes befindet sich der Zugang zum Parkhaus, das bereits im Juni 2008 fertiggestellt wurde. Der Neubau mit insgesamt 13 Parkebenen und 556 Stellplätzen bietet genug Platz für alle PKW. Auch ein hohes Verkehrsaufkommen, wie beispielsweise zum Schichtwechsel, ist so kein Problem mehr. Zudem können Mitarbeiter und Besucher über die 150 m lange Fußgängerbrücke die Gebäude wechseln, ohne dem Verkehr auf den dazwischen liegenden Terminalzufahrten für PKW, LKW und Bahn in die Quere zu kommen. Die neue Werkstatt bildet mit ihren VC-Plätzen das Herzstück für die Reparatur und Instandhaltung der Großgeräteflotte am CTT.

 

DAS PROJEKT BÜROGEBÄUDE

 

Das bisherige Betriebsgebäude befand sich in der Mitte des Terminals zwischen Bahnhof und Yard. Angesichts steigender Containerumschlagzahlen wurde mehr Platz für das operative Geschäft benötigt. Um die vorhandenen Flächen optimal zu nutzen, entstand in Rekordzeit das neue Bürogebäude an der südwestlichen Terminalgrenze. Das platzsparende Gebäude ist dort besser zu erreichen und steht den Abläufen auf dem Terminal nicht im Weg.

 

Mit 39 Metern Höhe zählt das neungeschossige Bürogebäude schon zu den Hochhäusern im Hafen. Nach Fertigstellung bietet es auf einer Gesamtfläche von rund 11.000 Quadratmetern erstmals Platz für das gesamte CTT-Team. Denn bisher verteilten sich die einzelnen Bereiche auf mehrere Gebäude. „Das Geniale an dem neuen Betriebsgebäude ist vor allem die freispannende Bauweise. Über eine Länge von 14 Metern wird keine Stütze den Raum trennen“, erzählt Arndt Holderbaum, Hochbau-Projektleiter bei HHLA Immobilien. So befinden sich gerade mal zwei Stützen auf einer Etage. Bei konventioneller Bauweise hätten mindestens 15 Pfeiler pro Etage die Raumaufteilung stark eingeschränkt. „Der Verzicht auf das Stützraster lässt uns auf lange Sicht Flexibilität“, erläutert der Architekt den Vorteil. Einzelne Räume können immer wieder vergrößert oder ganzen Etagen andere Funktionen zugewiesen werden, ohne sich nach gegebenen Strukturen richten zu müssen. Davon profitiert schon jetzt die großflächige Kantine im Erdgeschoss, in der 185 Kollegen gleichzeitig Platz finden.

 

Die Umsetzung

Bei der Planung des Gebäudes wurde Wert auf höchste Präzision in der Umsetzung und Verarbeitung gelegt. Die Außenwand erhielt eine Verkleidung aus stabilen Aluminium-Verbundplatten, deren Metallic-Farbbeschichtung dem HHLA-Design entspricht. „Der Werkstoff lässt sich millimetergenau verarbeiten. Diese Exaktheit macht das Gebäude schon rein optisch zu einem der schönsten im Hamburger Hafen“, ist Architekt Arndt Holderbaum sicher. Abgesetzt von dieser Fassadengestaltung ist der Leitstand im 7. Obergeschoss. Zum ersten Mal werden hier alle Leitstandbereiche auf einer Ebene miteinander vernetzt, wodurch Teamarbeit und kurze Wege unterstützt werden. Dieser Teil des Gebäudes wurde um 1,30 Meter aus der Fassade hervorgerückt und rundherum verglast. „Die Kollegen des Leitstands haben somit den perfekten Überblick über das, was sich an der Kaikante und auf dem Yard gerade abspielt“, sagt Arndt Holderbaum. Um das Raumklima in dem verglasten Vorsprung sowie auf den anderen Etagen angenehm zu halten, verfügt das gesamte Gebäude über eine Klimaanlage. Beheizt wird es ohne den Einsatz fossiler Brennstoffe über die Abwärme des nahe gelegenen Klärwerks Köhlbrandhöft.

 

Daten & Fakten

  • Nutzung: Bürogebäude mit Umkleiden und Duschbereichen sowie Großküche mit Kantinenbereich

  • Bauherr: HHLA - CTT

  • Projektleitung: HHCT

  • Planung: Copla Architekten Berlin

  • Ausführung: ARGE MBN/Helmut Peters

  • Baumanagement: HHLA Immobilien

    - Projektleitung: Arndt Holderbaum

    - Projektmitarbeit: Holger Schmidt (TGA), Torben Liedert (Elektro), Torsten Müller (Bauleitung)

  • Fläche: 11.000 m² BGF

  • Planungs-/Bauzeit: 10 Monate

 

 

DAS PROJEKT VC-WERKSTATT

 

Die neue Werkstatt am HHLA Container Terminal Tollerort (CTT) wurde im November 2009 fertig gestellt. Das 6.500 Quadratmeter große Gebäude gliedert sich in die Bereiche: Werkstatt für Van-Carrier, Van-Carrier-Waschhalle, Spreaderwerkstatt, Lagerbereich und Büroräume.

 

Die Umsetzung

Das Herzstück bildet die knapp 2.000 Quadratmeter große und 24 Meter hohe Van-Carrier-Werkstatt, in der acht Geräte gleichzeitig untergebracht werden können. „Die Halle ist technisch auf höchstem Niveau ausgestattet“, sagt Arndt Holderbaum von HHLA Immobilien. Beispielsweise erfolgt in der Werkstatt die Ver- und Entsorgung der Van-Carrier mit Öl oder Frostschutzmitteln über ferngesteuerte Medienschwenkarme unter dem Hallendach, die über die Fahrzeuge gedreht werden können. Die Medienschwenkarme tragen beispielsweise Zapfstellen für unterschiedliche Frischöle wie Motoren- oder Hydrauliköl. Das Altöl wird über Saugpumpen aus dem VC gesaugt, in Tanks gepumpt und von hier der fachgerechten Entsorgung zugeführt. Eine Fußbodenheizung und Heißluftgebläse im Deckenbereich der Tore sorgen für konstante Temperaturen von mindestens 15 Grad Celsius.

 

Daten & Fakten

  • Nutzung: VC- und Spreaderreparaturwerkstatt

  • Bauherr: HHLA - CTT

  • Projektleitung: HHCT

  • Planung: Copla Architekten Berlin

  • Ausführung: ARGE MBN/Helmut Peters

  • Baumanagement: HHLA Immobilien

    - Projektleitung: Arndt Holderbaum

    - Projektmitarbeit: Holger Schmidt (TGA), Torben Liedert (Elektro), Torsten Müller (Bauleitung)

  • Fläche: 6.500 m² BGF

  • Planungs-/Bauzeit: 10 Monate